Epilepsie und das world wide web

Epilepsie hat eine große Zeitreise hinter sich und bis zum Jahr 2011 war es ein weiter und steiniger Weg. Zu Zeiten von Hippokrates war das Wissen über Epilepsie größer als ein Jahrtausend später und auch der Glaube an die Heilige Krankheit musste dem Glauben an eine Besessenheit weichen. Dass die Kirche, meines Erachtens nach, daran einen nicht unerheblichen Beitrag hat, drängt sich förmlich auf wenn man die Exorzismus Fälle betrachtet die noch bis ins letzte Jahrhundert praktiziert wurden.

Dennoch wird nicht nur das Wissen um die Epilepsie selbst, sondern auch das Wissen um prominente Epileptiker* immer größer. Ohne Edison lebten wir vielleicht heute noch im Dunkeln, Cäsar eroberte einen Großteil der Welt und Michelangelo war ein Künstler der noch heute Ehrfurcht in mir weckt. Allerdings nicht mehr als ich Leonardo da Vinci bewundere. Wer einmal in Rom seine Erfindungen und Werke bestaunt hat weiß was ich meine. Es gibt noch sehr viel mehr „alte Meister“ unter den Epileptikern*, doch wollte ich ja hier über die Epilepsie in der heutigen Zeit berichten.

Die heutige Zeit, also das 21. Jahrhundert, hat sich nicht nur in medizinischen Dingen weiter entwickelt, sondern speziell bei den sozialen Möglichkeiten haben sich ganz neue Welten aufgetan. Für uns Patienten fast noch mehr als für die Mediziner, denn soziale Netzwerke und globale Informationsmöglichkeiten helfen jedem von uns während die Medizin auch heute noch manchmal an ihre Grenzen stößt. Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, ich bin äußerst dankbar für die forschende Pharma, für Ärzte die sich intensiv mit der Epilepsie beschäftigen, für Schwestern die sich weiter bilden und Apotheker die wissen das man nicht einfach ein Antiepileptikum gegen ein billigeres Generika tauschen darf. Trotz allen diesen wunderbaren Bemühungen hat nicht jeder Epileptiker* Zugriff oder Kontakt zu eben diesen vorbildlichen Menschen oder deren Informationen und so tappen immer noch tausende Epilepsiepatienten völlig im Dunkeln und werden teilweise nach haarsträubenden Methoden behandelt, die nach dem heutigen Wissensstand veraltet sind. 

Es ist auch heute noch durchaus möglich dass man „das Kinder kriegen“ verboten bekommt oder der Beißkeil für den Notfall gelehrt wird. Meine Diagnose im Jahre 2002 beinhaltete auch noch den Rat auf weitere Kinder zu verzichten. Den Grund habe ich nie erfahren und es ist auch gut so, sonst würde ich mich wahrscheinlich noch mehr über solche wohl gemeinten „Ratschläge“ ärgern. Doch dank der neuen Medien sind immer mehr Menschen aufgeklärt. Vielleicht nicht unbedingt gleich bei der Diagnosestellung aber einige Wochen danach hat ein großer Prozentsatz der Patienten sich sehr wohl umfassend über Epilepsie informiert. Besonders hilfreich sind dabei nicht nur die immer besser werdenden Bücher die außer den Medizinern auch dem Patienten hilfreich seine Krankheit schildert, sondern ganz speziell die Internet Medien, die einen großen Fundus an Informationen bereit hält.

Im Dschungel des world wide web ist es zwar nicht immer einfach nützliche Webseiten zum Thema zu finden und der eine oder andere Irrläufer kann auch schon mal mehr verwirren als nützlich sein, nichts desto trotz gibt es eine große Anzahl von Webseiten die liebevoll gepflegt, überarbeitet und aktualisiert werden. Gerade letzteres ist meines Erachtens sehr wichtig, denn das Internet vergisst nichts. Auch keine Dateileichen mit veralteten Informationen…  Ich habe mal eine Futterrezension über ein Welpenfutter geschrieben. Die Stuhlgangbeschreibung meines Hundes schwirrt heute noch virtuell durch Netz... ;-)    Nicht selten hat man mit etwas Muße auch mal das Glück und findet medizinische News über Epilepsie, zufällig gefunden über eine Suchmaschine oder gezielt gefunden, z.B. bei Epinews. Stets aktuell sind überraschenderweise die so genannten Social Networks, also sozialen Netzwerke die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Diese Netzwerke beherbergen Gruppen die sich in einem Interessengebiet zusammen geschlossen haben und wo der interessierte Nutzer kostenfrei beitreten und sich informieren kann.  Schon am Namen erkennt man wie geeignet die Gruppe für einen selbst ist und viele Epilepsiepatienten oder deren Angehörige treten gleich mehreren Gruppen bei um umfassende Infos zu erhalten. Ich selbst schreibe nun schon seit mehreren Jahren in solchen Gruppen und habe ein paar Erfahrungen gemacht die ich gerne weiter geben möchte.

Zum einen ist nicht jeder der eine Gruppe eröffnet auch gleich ein Kenner dieses Gebietes. Oft ist die Gründung einer solchen Gruppe der Wunsch nach Konversation mit Gleichgesinnten. Mit Glück wird aus dieser Gruppe dann ein größeres Netz das auch Personen beherbergt die sich intensiver mit der Epilepsie auseinander setzen, wie z.B. Referenten, Krankenschwestern, Sozialarbeiter u.s.w.. Diese Gruppen erkennt man an einem sehr aktiven Austausch, meist täglichem Informationsfluss, und an der hohen Anzahl der Mitglieder. Gruppen die seit Jahren bestehen und noch keine 100 Mitglieder beisammen habe, können meist nicht sehr viel Erfahrungswerte weiter geben. Kleine Gruppen sind dafür anonymer als solche mit mehreren 1000 Mitgliedern. Hüten sollte man sich vor Nutzern die versuchen wollen den Arzt zu ersetzen. Selbst wenn ein Arzt in solche einer Gruppe wäre, könnte er zwar sehr wertvolle Informationen weiter geben, leider aber keinen persönlichen Arztbesuch ersetzen. Ein Besuch auf der Profilseite des Schreibers lässt schnell seine Kompetenz erkennen. Zur Not googele ich auch schon mal seinen Namen. Ein soziales Netzwerk kann also immer nur der Information persönlicher Erfahrungswerte dienen und dem Austausch von eigenen Erlebnissen. Hochaktuell sind solche Gruppen aber gerade bei der Weitergabe von Adressen, Websites, Buchtipps u.s.w.. Kaum einer der sich einem solchen Netzwerk anvertraut geht wieder unverrichteter Dinge. Die Motivation, das Verständnis untereinander ist einzigartig. Man könnte das Sozial Network mit einer riesigen virtuellen Selbsthilfegruppe vergleichen, bei der jeder das gibt oder nimmt was er zu bieten hat.

Anonymer sind dagegen Epilepsieforen die auch ohne die Anmeldung in einem Sozial Network auf zu finden sind. Dort kann man mit einem Usernamen, den man frei erfindet, Beiträge schreiben und lesen. Der Vorteil ist genau der das man sich eben nicht zwingend anmelden muss, der Nachteil ist aber auch der das man nicht nach voll ziehen kann wer den einen oder anderen Tipp zum besten gibt. Nicht selten habe ich einen meiner Beiträge dann schon bei Google entdeckt, dort wo er eigentlich nicht hin gehört, da ich ihn ja anonym geschrieben haben wollte. Der Mittelweg ist die Anmeldung in einem Sozial Network mit so gut wie keinen Informationen (das kann man alles einstellen) und ohne eigenes Foto, was aber eigentlich nicht gewünscht ist und auch sehr befremdlich wirkt weil andere sich öffnen und dasselbe dann auch erwarten können.

Es gibt aber auch Social Networks die nicht ganz so sicher sind wie man das gerne möchte. Bei Stern TV war mal ein sehr interessanter Bericht darüber. Trotzdem haben die unsichersten Networks den größten Zulauf, also scheint es die Bevölkerung nicht sonderlich zu stören. Ich habe noch nicht sehr viele ausprobiert, Twitter z.B. steht noch aus, aber vielleicht kann in der folgenden Diskussion ja der eine oder andere Leser etwas mehr Licht ins Dunkel bringen.

Ich habe für mich persönlich einige Epilepsiegruppen bei WKW entdeckt und dort auch noch keinerlei Datenlücken fest stellen können, deswegen werde ich diesen Foren vorerst auf jeden Fall treu bleiben. Ich bin gespannt was Ihr zu dem Thema beizutragen habt, ob Ihr dieselben Erfahrungen gemacht habt wie ich oder ganz anderer Meinung seid. Viel Spaß beim diskutieren….

* Ich benutze hier mit Absicht das Wort Epileptiker, denn ich empfinde entgegen mancher anderer Meinungen das Wort genauso wenig als diskriminierend wie „Allergiker“ oder „Diabetiker“. Obwohl ich mich öffentlich, aufgrund empörter „Epilepsiekranker“ schon dazu hinreißen ließ das Wort Epileptiker zu vermeiden, möchte ich hier ganz offiziell sagen dass ich nicht nur hinter diesem Wort stehe, sondern auch dahinter ein Epileptiker zu sein. Diskriminierend empfinde ich die Tatsache das man Worte verbieten will an denen nichts Schlimmes ist. So drängen die so genannten Kämpfer für „Epilepsiekranke“ sich und uns anderen Betroffenen nur noch mehr ins Abseits. Für mich erinnern solche sinnlosen Krümelsuchereien eher an Politik als an selbstlose aktive Hilfe für Epileptiker!!!

 

In diesem Sinne Eure

 

Anja D.-Zeipelt

 

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Kommentare: 31
  • #1

    Dieter (Mittwoch, 27 April 2011 12:54)

    Hallo Anja,
    den Ball fange ich auf. Es ist eine gute Idee , Leute überhaupt zum reden zu bringen. Ich habe bis jetzt nur positive Erfahrungen mit den Webseiten gemacht. Solche, die unqualifiziert sind, werden da automatisch ausgesiebt. Das ist das geniale. Zum andern ist man hier wie Du schon sagtest, wie in einer virtuellen Selbsthilfegruppe. Und das Du Dich zum Vorreiter für unsere Spezies Epi machst, finde ich richtig gut. Zu Deinem obigen Eingangsbericht kann ich nur sagen : Da spricht der Sachverstand und die Erfahrung. Anja, mach weiter so. Du bist hier sehr vielen Menschen nicht nur Hilfe sondern auch grosse Freude ;-)
    Ganz liebe Grüsse
    Dieter

  • #2

    Anja (Mittwoch, 27 April 2011 14:46)

    Spezies hört sich gut an, lach. Mal sehen ob die leute sich hierfür interessieren. :-)

  • #3

    Dieter (Mittwoch, 27 April 2011 16:21)

    Hallo Anja,
    ist Dir aufgefallen, dass bei den berühmten Epileptikern keine oder nur sehr wenige Frauen dabei waren? Sicher waren unter den Frauen genau so viel Epileptiker wie bei den Männern. Und sicher waren da ein paar Berühmtheiten dabei. Aber damals kannte man noch keine Emanzipation, einfach ausgedrückt, die Epifrauen wurden versteckt , verschwiegen oder irgendwo hingeschickt;-)
    Lieber Gruss
    Dieter

  • #4

    Anja (Mittwoch, 27 April 2011 19:59)

    Ui, da hab ich aber Glück gehabt dass ich erst so spät geboren bin ;-)

  • #5

    Dieter (Mittwoch, 27 April 2011 20:39)

    ;-) ja Anja , so kann man das sehen. So muss man das sehen, denn das ist Fakt. Halt schlimmes Mittelalter :-(

  • #6

    Anja (Donnerstag, 28 April 2011 08:15)

    Dummerweise gibts das heute auch noch - teilweise sogar in Europa...

  • #7

    Mario (Donnerstag, 28 April 2011 11:20)

    @ Anja,

    also allen Respekt vor Dir.
    Du machst das echt klasse. Ich wünschte, ich hätte auch solches Talent wie Du. Aber das fehlt mir wohl.
    Wenn ich nur wüsste "WIE?", dann würde ich mich gerne etwas stärker engagieren und zur Aufklärung rund um das "Tabu-Thema" Epilepsie beitragen. Aber dazu fehlt mir wohl das gewisse "etwas". Denn "wenn" - dann "richtig" und nicht nur einfach "sinnlos" meinen "Senf" dazugeben. Denn das nützt keinem. Darum halte ich mich auch in den Epi-Gruppen bei W-K-W lieber etwas mehr zurück - zumindest in der ein- oder anderen Gruppe dort. ;-)

  • #8

    Anja (Donnerstag, 28 April 2011 11:35)

    Hier gehts ja nicht um Aufklärung sondern darum dass man seine Meinung sagen kann, ganz wie man es selbst empfindet ;-) Deswegen, nur Mut... ;-)

  • #9

    Dieter (Donnerstag, 28 April 2011)

    @Mario,
    sinnlos ist hier gar nichts. Sinnlos wäre, wenn man NICHTS schreibt ;-). Es ist schon erstaunlich, dass eine Anja kommen muss um so einen Stein ins rollen zu bringen! Als ich Epi bekam (1955) konnte man von so etwas eigentlich nur träumen. Danke Anja ;-)

  • #10

    Silvia (Freitag, 29 April 2011 12:41)

    Bin auch richtig froh,das mich jemand irgendwann mal zu diesem ominösen Netzwerk wkw eingeladen hat.Hab dort mehr über mich und meine Anfallsart und die ganze Spezies ;-) Epi an sich erfahren als ich beim monatelangen normalen googeln heraus fand,vor allem der Erfahrungsaustausch wie es denn anderen,die so wie ich auch Epi haben,ergangen ist bzw grad ergeht,ist sehr informativ für mich. :-)

    liebe Grüße Silvia

  • #11

    Detlef (Freitag, 29 April 2011 14:02)

    Das finde ich ganz toll und ziehe vor der Anja meinen Hut. Endlich hat man mal die gelegenheit mit gleichgesinnten sich Auzutauschen.

  • #12

    Dieter (Freitag, 29 April 2011 16:18)

    ich glaube, dass viele gar nicht die Möglichkeiten kennen sich virtuell so zu helfen. Diese Hilfe hat nichts mit Sehnsüchten oder sonstigen Wünschen zu tun, sie ist eine wirkliche Hilfe andere Menschen zu stärken, oder selbst Hilfe zu bekommen. Solche Netzwerke sind sinnvoll und für uns alle gut!! Leute macht weter so ;-)
    e Grüssle von
    Dieter

  • #13

    Ingrid_57 (Freitag, 29 April 2011 19:38)

    Hallo Anja,
    ich finde es einfach toll, was Du alles machst. WKW möchte ich auch nicht missen, jedoch muß ich ehrlich gestehen, komme ich mit der Struktur vom Epilepsie-Netz Forum besser zu Recht. Ist für mich, als ADS-ler leichter zu lesen. Manchmal mag ich auch das Epilepsie-Online, weil es auf mich so ähnlich, wie ein Telegramm aufgebaut ist.
    Wünsche Dir weiter viele interessante Diskussionen hier.
    Liebe Grüße,
    Ingrid

  • #14

    Anja (Freitag, 29 April 2011 22:21)

    Das ist doch völlig in Ordnung. Es ist toll das es für jeden Geschmack das richtige Medium gibt und wir uns so austauschen können wie wir persönlich möchten.

    Viel besser als sich zu verkriechen und aufzugeben :)

  • #15

    Dieter (Samstag, 30 April 2011 09:37)

    verkriechen, schämen, sich wegducken und ja nichts "falsches" sagen, das sind die grössten Probleme von uns Epileptikern. Diese Seite kann helfen damit aufzuräumen, ein Selbstwertgefühl schaffen: wir sind wer, wir können auch was ;-)
    Anja, Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag, ich glaube mit diesem Blog hast Du Dir selbst ein schönes Geschenk gemacht ;-)

  • #16

    Simone (Samstag, 30 April 2011 13:08)

    Hallo Anja,
    mensch das hast du wieder super gemacht, meine Bewunderung hast du ja. Der Blog ist Klasse.
    Ich finde auch das die Epi immer noch zu sehr tabusiert wird und dadurch auch viele Falschmeldungen entstehen und diese Erkrankung immer noch als "Schreckensgespenst" hingestellt wird.
    Dadurch finde ich es Klasse, das es das I-Net gibt und vor allem auch so viele Leute, die sich in Selbsthilfegruppen arangieren, so wie z. B. Dieter.
    Wie gesagt, diese Seiten machen allen Mut, sich nicht zu verkriechen, Mut zu schöpfen und nie aufzugeben.
    Einfach sich an Kleinigkeiten zu erfreuen, jeden Tag zu genießen, der anfallsfrei verläuft.

  • #17

    Dieter (Samstag, 30 April 2011 20:38)

    Hi Anja,
    ich wünsche Dir einen wunderschönen Tanz in den Mai ;-) Lass es mal so richtig krachen, die Leute sollen sehen wie lustig und fröhlich auch Epileptiker sein können :-)
    Ich will ja nicht Deine Höhepunkte des Buches (um mich rum lauter irre) aufwärmen, aber ein Tänzchen mit Dir könnte ich mir schon vorstellen *grins*.
    liebes Grüssle

    Dieter

  • #18

    Jenny (Samstag, 30 April 2011 22:42)

    hallo

    ich finde es toll was du da alles auf die beine stellst.
    Du machst einem echt sehr viel mut.DANKE

    lg jenny

  • #19

    Anja (Sonntag, 01 Mai 2011 12:57)

    Wenn ich sowas lese, dann motiviert mich das auch ungemein und ich habe sehr viel Spaß bei diesem "Ehrenamt" ;-)

  • #20

    Dieter (Dienstag, 03 Mai 2011 15:11)

    Nicht nur Du hast hier Spass bei diesen Seiten, wir die Nutzer haben die Chance, Optimismus weiterzugeben und einfach zu zeigen, dass auch mit Epilepsie ein normales Leben durchaus möglich ist. Es ist zwar anders als "geplant" , aber bestimmt genau so interessant. Obwohl eine zwangsläufige Richtungsänderung im Leben mit Epi oft nötig ist , kann man ein durchaus ausgefülltes und gutes Leben führen. Anja sagt ganz richtig: Geht nicht, gibt's nicht. Eine Kämpfernatur, so wie Anja eben eine ist, kann Motivation und Ansporn für jeden von uns sein. Auch denke ich, dass wir ihr auch durch unsere Einträge einiges zurückgeben. Denn selbst der stärkste braucht manchmal Unterstützung und Lob.

  • #21

    Jacqueline (Freitag, 06 Mai 2011 15:59)

    Hallo Anja,
    und alle anderen zusammen,

    ich bin mitlerweise sehr vorsichtig geworden was Foren über Epilepsie oder andere Erkankungen betrifft. Mache mir erst mal ein Bild per Google, wenn ich dann die Artikel der anderen User dort lesen kann, nein Danke ist nichts für mich.

    Es sollte ja gerade bei so intimen Berichten nicht wirklich für jedermann/frau lesbar sein. Darum bin ich 100 %ig zufrieden was WKW betrifft.

    Anja ich finde dein Engagement super! Da fühlt man sich als Person sehr angesprochen.

    Was ich sehr erschreckend finde gerade in Berichten in verschiedenen Foren über Epi, das manche Patienten in einem doch "angeblich" aufgeklärten Zeitalter doch steinzeitalter mässige Untersuchungen oder Ergebnisse von Ärzten noch erleben müssen.

    Das stellen sich mir sprichwörtlich alle Haare auf die ich habe, oder es ärgert mich so das ich nur noch am grummeln bin. Schade das es solche Untersuchungsmethoden noch gibt.

    Da hilft einen sehr das erlebte von anderen Patienten die Gott sei Dank gute Ärtze oder Elbetes zu berichten haben.

    Was meine Erfahrungen mit der Epilepsie heute gerade sind, da kann ich eigentlich nichts negatives berichten. 'Denke das kommt aber selber darauf an, wie man mit der Epi umgeht. Es ist für mich eine normale Erkrankung wie z.B. Asthma oder Allergien. Wer das anders sieht der hat in meinen Augen Pecht.

    Ganz liebe Grüßle an alle, Anja mach weiterst so

    Jacqueline

  • #22

    Michael Schäfer (Montag, 09 Mai 2011 15:04)

    Hi,
    ich finde es auch eine tolle Sache, dass wir uns im Netz austauschen können und ich mache dies richtig gerne...man ist wird offener und merkt, dass es doch viele Menschen gibt, we welche die gleichen Probleme hat wie ich....
    LG Michael

  • #23

    Dieter (Mittwoch, 11 Mai 2011 20:36)

    Die verschiedenen Netzwerke haben alle, soweit ich es beurteilen kann, ihr Gutes. Aber dieser Blog ist die bisher beste Art des Austausches. Es kann sozusagen ein Faden der Erfahrungen von jedem gesponnen werden und das Ergebnis ist nicht bekannt , aber die Nutzer haben das Gefühl, etwas getan zu haben. Und das kann ein sehr gutes Gefühl sein, es kann sich sogar soweit auswirken, dass das eigene Selbstvertrauen erhöht wird.
    Ich spreche aus Erfahrung, denn ich habe es selbst in meiner SHG erleben dürfen ;-)

  • #24

    Marco (Donnerstag, 12 Mai 2011 14:17)

    Hallo,

    ich bin nicht der Typ der alles ins Netz stellt.
    Aber von der Sache an sich, finde ich es schon gut, dass es Foren gibt in denen man sich austauschen kann.

    Ich persönlich bin auch am liebsten bei WKW.

  • #25

    Anja (Mittwoch, 15 Juni 2011 08:46)

    Bin gestern zu einer Epi Gruppe bei Facebook eingeladen worden und hatte daher die Chance mir das mal näher anzusehen.
    Von der im Blog genannten fragwürdigen Sicherheit Stern TV berichtete) mal abgesehen, bin ich auch hier sehr enttäuscht.
    Es gibt keine Überschriften, keine Ordnung, ähnlich wie bei Xing, was ich auch sofort wieder gestrichen hab.

    Ich habe was geschrieben aber was ich eigentlich sagen wollte ist verschluckt, das was ich nebenbei sagen wollte ist angezeigt. Das liest kein Mensch mehr. Sehr fragwürdig, gerade für solche ein heikles Thema.

    Nich selten geht auch ein Hilfeschrei in solchen Gruppen ein und so manchen Lebensmüden konnten wir wieder wach rütteln, das geht hier ganz schnell unter.

    Fazit: Bis jetzt ist MeinVZ und WKW immer noch am geeignetsten für ein heikles Thema, wie Epilepsie, Missbrauch oder ähnliches.

    Facebook, Xing oder so eignen sich eher für kurze Mitteilungen, die nicht für die Langzeitauffindbarkeit gedacht sind. Hat man nämlich Pech, posten drei Mann kurz nacheinander und schon ist der eigene Beitrag aus den Augen - und aus dem Sinn. Ganz nach Art einer einfachen Schreibtischablage.

    Für lockere Kontakte und um ein Pläuschchen mit anderen Betroffenen zu halten ist es allerdings ideal, weil es eben ganz locker rüber kommt.

    Also, Fragen und Antworten lieber bei WKW oder MeinVZ und lockere Pläuschchen bei Facebook ;-)

  • #26

    Dieter (Donnerstag, 16 Juni 2011 20:32)

    Aloso hast Du jetzt eine schlechte Erfahrung bei Facebook gemacht? Ich habe auch schon mal probiert und habe nur Chaos erlebt. Da weiß ich doch was ich bei wkw habe. Schmied bleib bei deinem Amboß ;-)

  • #27

    Anja (Donnerstag, 16 Juni 2011 21:24)

    Nein, keine schlechten Erfahrungen mit Facebook - das wäre falsch ausgedückt. Es ist mir nur zu unstrukuriert für das Thema Epilepsie..

  • #28

    Dieter (Freitag, 29 Juli 2011 22:06)

    jetzt sind nahezu 6 Wo. nach dem letzten Eintrag vergangen und ich muss sagen, dass das Thema für mich erst jetzt richtig wahrgenommen wird. WKW ist hervorragend, kann aber auch für einige zum Spiel, wenn nicht gar zur eigenen Befriedigung (wie sich das anhört) werden. Es gibt welche Chaoten , die diese Seite kaputt machen könnten. Das ist die grosse Schwachstelle, dass man anonym sein kann und ganz legal virtuellen Blödsinn ins Netz stellen kann. Blühende Fantasieträume von kranken Leuten werden hier als Wahrheit wahrgenommen das böse Folgen haben kann. Ich kann alle hier im Netz nur davor warnen, private Probleme ins Netz zu stellen.
    Also: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

    Schreiben ist ok, aber ich würde allen raten nur allgemein und ja nichts privates preiszugeben .
    Ein gut gemeinter Rat von
    Dieter

  • #29

    Paula (Dienstag, 05 März 2013 12:52)

    Das Austauschen ist eine gute Möglichkeit, aber dennoch sollte man nicht alles öffentlich machen, dem kann ich nur zustimmen.

  • #30

    Klaus P. (Freitag, 30 August 2013 11:22)

    Ich bin beim surfen zufällig auf diese Blogseite gestoßen. Interessant was hier geschrieben wird, vor allem die Anonyme Seite bei www ist eine knifflige und ernstzunehmende Schwachstelle. Allzuviele Kranke (vielleicht sogar psychisch Kranke) schütten hier gerne ihr Herz aus, in der gutgläubigen Hoffnung Hilfe zu bekommen. Das ist m.M. nach sehr gefährlich und könnte für Chaos sorgen. Ich bin derselben Meinung wie obiger Dieter, alles private gehört nicht hierher. Ansonsten ist die Seite für Epilepsiefragen/antworten gut geeignet.
    Gruß aus Magdeburg
    Klaus

  • #31

    Linda Oleg (Dienstag, 25 April 2017 13:47)

    Gott segne Doktor Arthur Mond, um mir zu helfen, meinen Diabetes Typ zu heilen 2. Brüder, ich habe Diabetes für einen langen Zeitraum erlitten, ich habe so viele Heilmittel versucht, aber bekannt scheint zu arbeiten. Aber ich hatte Kontakt mit einem pflanzlichen Arzt, den ich so viele Leute zeigte, wie sie alle von ihren verschiedenen Krankheiten und Viren durch diesen Arzt geheilt wurden. Also habe ich ihm das ganze Problem erklärt, und er versprach, mich zu heilen. So gab ich ihm alle Zweifel, und siehe, er bereitete die Kräutermischung vor, und er schickte es mir in meinem Lande. Heute bin ich stolz zu sagen, ich bin Diabetes frei, und meine Zucker-Ebene wurde wieder normalisiert. Also, wenn Sie da draußen leiden an Diabetes und anderen Krankheiten oder Viren, möchte ich Ihnen sagen, dass Sie schnell Kontakt: Arthur Mond für Ihre Heilung und immer Ihre Gesundheit zurück. E-Mail: arthurmoon01@gmail.com