Epilepsie und Einsamkeit

Ich finde dieses Thema äußerst wichtig, habe aber Selbst niemals Einsamkeit erlebt, weshalb ich meinen Gastschreiber Dieter Schmidt gerne zu Wort lassen wollte. Hier ist sein Bericht...

 

Ihre Anja Zeipelt

 

Epilepsie und Einsamkeit


Einsamkeit ist an und für sich etwas Schönes, man genießt die Ruhe, die Natur und die ganzen Wunder dieser Erde. Das alles ist aber geplant und ausgesucht, man kann ja jederzeit wieder zurück in die „wirkliche“ Welt. Der Rückzug aus dem Alltag kann auch als heilende Flucht gesehen werden, um seine Gedanken wieder in Ordnung zu bringen. Wir nennen es schlicht Urlaub vom Alltag.

Aber es gibt auch Einsamkeit, die aus bestimmten Situationen geschieht.


  • ·         Familiensituation
  • ·         Arbeitssituation
  • ·         Armutsituation
  • ·         Reichtumsituation
  • ·         Gesundheitssituation

Bei all diesen Punkten besteht die Gefahr einsam und isoliert zu werden. Das ist allerdings eine krankmachende Einsamkeit, für die es kein Medikament gibt.


Bei Krankheiten wie Epilepsie kann es durchaus zu einer Abkapselung kommen. Die Krankheit selbst wird in der Öffentlichkeit zwar erwähnt, aber nicht wirklich wahrgenommen. Sie ist tabu, nicht erwünscht, man will nichts damit zu tun haben. Der Epilepsiekranke schämt und versteckt sich im öffentlichen Leben, weil er sich selbst weniger, minderwertiger vorkommt. Er gibt sich selbst die Schuld an der ganzen Misere und wird sich öfter fragen; womit habe ich das alles verdient. Wenn dann noch die Ausklinkung zur Familie dazukommt, ist ein einsamer kranker Mann/Frau vorprogrammiert.


Das kann alles in besseren Bahnen ablaufen, wenn Akzeptanz auf beiden Seiten herrscht. Wenn die Familie, die/der Partnerin/Partner zusammenhalten und ein gewisser Halt dadurch entsteht.    

       

 Weil die große Mehrzahl der Menschen Angst vor Epilepsie hat und nicht viel Ahnung von unserer Krankheit, nehmen sie Abstand von uns.


Wenn man aber sein Leben nach eigenen Plänen aufbaut, kann es schon Momente geben wo man sich einsam und alleine fühlt. Man stößt auf Unverständnis und kann sich nicht in allen Kreisen bewegen. Es kann soweit kommen, dass dieses Leben nach den eigenen Ansichten sogar Sinn und Spaß machen kann. Man nimmt sich bewusst zurück, und zieht in seine eigene Welt als eine Art Selbstschutz. Dadurch hat man keinen Kontakt zu realen Welt, man ist in seinem Schmerz gefangen.


Man macht dies ganz bewusst und meint jederzeit Kontakt mit Freunden aufrechterhalten zu können. Versuche werden gemacht, über Interessensgruppen Freunde kennenzulernen, z.B. über die Selbsthilfe die Ähnliches erleben. Dies kann natürlich auch über die neuen Medien, via Internet geschehen dass sich geradezu in dem Moment als ideales Instrument anbietet. Dabei übersieht man gerne, dass man in ein noch tieferes Loch fallen kann.

                                             

Man möchte gerne glauben, dass die Einsamkeit sogar schön und wichtig sein kann. Die eigene Wohnung ist ja der ideale Ort als „geschützter“ Raum, wo man sich nach Bedarf zurückziehen kann. Hier kann man sich von quälenden Gedanken befreien, so die eigene Meinung. Deshalb ist es gar nicht einfach, wieder mit der „Außenwelt“ zu kommunizieren. Man befürchtet überrollt zu werden und nicht mehr seine eigenen Wege gehen zu können.


Die Krankheit Epilepsie zu akzeptieren, mit ihr leben zu wollen, kommt in diesem Moment nicht in den Sinn. Mir scheint, das jammern, klagen und zetern solchen Menschen wichtig ist. Eine Portion Egoismus anderen gegenüber ist hier schon dabei. Sich zusammenzureißen, zu sagen „ich schaff das, mit starkem Willen schaff ich das“, wäre ein Weg. Aber ich glaube, das ist hier leider Utopie.


Wer einsam ist und dass noch gerne, der muss auch wissen dass er alleine ist, und das ist er nicht gerne.


In diesem Sinne wünsche ich Euch gute, verständnisvolle Freunde die Euch den Weg zu einem akzeptablen Leben zeigen. Aber er muss im wirklichen Leben statt finden.


Ihr Dieter Schmidt

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Kommentare: 14
  • #1

    Christiane Labitzke (Mittwoch, 27 Juli 2011 11:10)

    Hallo Ihr alle,
    jetzt möchte ich hier gern mal einen Beitrag schreiben. Dieses Thema interessiert mich.
    Ich fühle mich gerade sehr einsam und kann das leider nicht genießen.
    Ich beobachte, wie andere Menschen heiraten, Kinder bekommen - einfach eine Familie gründen. Und wenn meine Freunde, die eine Familie haben, wegziehen, ziehen sie als Familie weiter und ich bleibe hier zurück. Es ist manchmal schwer, sich allein auf den Weg zumachen - ins Kino, was Trinken ... Ich hätte auch gerne jemand mit dem ich das machen könnte, ohne dass ich immer jemanden bitten muss. Ich hätte auch gerne eine eigene Familie (naja, zu erst einen Mann) Mir fehlt es, dass ich mal in den Arm genommen werde und Sachen mit jemanden durchsprechen kann. Ich habe viele Freunde - das freut mich sehr. Sie sindfür mich da und dafür bin ich dankbar. Wenn ich aber von der Arbeit nach Hause komme, ist nie jemand da, der mich erwartet, mich in den Arm nimmt, mich begrüßt und mir etwas gutes tun möchte - so Kleinigkeiten, wie das Kochen eines Tees, oder so.

    Das ganze hat mit meiner Epilepsie wenig zu tun - man kann sich auch unabhängig von der Epilepsie einsam fühlen.

    Liebe Grüße
    Christiane

  • #2

    Anonym (Mittwoch, 27 Juli 2011 11:46)

    Das hört sich genau wie meine Situation an. Ich sitze zu Hause rum, spiele am Computer oder schaue TV. Raus traue ich mich wegen meiner Epi nicht. Ich habe auch keine Freunde.Ich gehe auch seltenst aus kann und kann dadurch auch kaum Freundschaften schliessen. Ab und zu gehe ich mal arbeiten, aber durch die Epi darf ich nur begrenzt dienst arbeiten.

  • #3

    R. (Mittwoch, 27 Juli 2011 13:10)

    Also ich habe bis zu meinem 29 Lebensjahr bei meiner Mutter gewohnt, war also mit meiner Epilepsie die ersten Jahre nicht allein.
    Außerdem hatte ich immer viele Leute um mich herum als ich noch ein Teenager war.

    Das hat sich erst mit meinem Auszug etwas geändert, ich habe zwar noch meine Bekannten und einige Freunde gehabt aber Abends war ich immer ganz allein, ab und zu hatte ich zwar eine Freundin für ein bis zwei Monate aber die war ja nun auch nicht jeden Abend bei mir weil einige von ihnen Nachtschicht hatten und ich habe Tagsüber gearbeitet also haben wir uns nicht allzu oft gesehen und mit meinen Arbeitskollegen bin ich nur auf der Arbeit klar gekommen. Das hat sich aber alles geändert, seit ich arbeitslos bin habe ich nicht mal mehr Arbeitskollegen.

    Inzwischen wohne ich jetzt seit 17 Jahren alleine und seit 11 Jahren habe ich auch einen großen Teil von meinen Bekannten und Freundeskreis aus den Augen verloren sogar meine Familie wohnt seit 10 Jahren nicht mehr in der selben Stadt wie ich und da meine Mutter mehrere Schlaganfälle hatte und jetzt teilweise gelähmt ist kann sie mich nicht besuchen, nur wenn meine Schwester oder mein Schwager hier mal in der nähe sind und sie mitnehmen, und da ich Klaustrophobie habe kann ich sie nicht besuchen weil ich nicht mit dem Zug oder einem Auto fahren kann, deswegen bleibt für mich und meiner Mutter nur das Telefon.
    Das einzige was ich habe um mit meinen Bekannten in Verbindung zu bleiben ist mein PC und dem habe ich es zu verdanken das ich ein paar von meinen alten Bekannten wieder gefunden habe und so wenigstens mit ihnen schreiben kann.

    Mittlerweile habe ich mich an das allein sein gewöhnt und habe auch schon etwas Angst vor einer festen Beziehung.

    Das ich mich auch mal schwer verletzen kann bei einem Anfall habe ich mal beim kochen bemerkt (also nach dem ich wieder wach geworden bin), da habe ich mir eine Bratpfanne über das Bein, den Arm und die rechte Hüftseite gezogen das Ergebnis waren Verbrennungen 2 – 3 Grades, zum Glück ist nur die Wunde am Bein etwas schlimmer gewesen da habe ich jetzt eine Narbe die aussieht wie eine Banane.
    Die anderen Anfälle die ich alleine hatte waren nicht ganz so schlimm (wenn man mal von dem Einnässen absieht) entweder ich bin vom Sofa auf den Tisch gefallen oder aus dem Bett oder vom Stuhl aber richtig schlimm habe ich mich dabei nicht verletzt, was aber eigentlich viel schlimmer ist, ist das man beim aufwachen völlig alleine und hilflos ist, das ist etwas mit dem ich wohl nie ganz klar kommen werde.

    Deswegen bin ich auch ganz froh darüber das ich nicht so oft einen Anfall bekomme, denn es gibt nichts schlimmeres als aufzuwachen und nicht zu wissen was passiert ist, sowie warum liege auf dem Fußboden und warum habe ich in die Hose gesch…..? und warum läuft mein PC ich war doch gar nicht dran oder doch?

    So liebe Anja ich hoffe du kannst damit etwas anfangen denn so ist mein Leben abgelaufen seit dem ich alleine wohne und auch ein bisschen einsam bin aber deswegen werde ich nicht aufgeben es kann ja eigentlich nur noch Bergauf gehen.

    Lieben Gruß
    Roland

  • #4

    Christiane Labitzke (Mittwoch, 27 Juli 2011 13:11)

    Hallo mein nachfolgender Schreiber,
    meine Situation ist eine andere, denn ich gehe raus und auch arbeiten - ich habe eine 50%-Stelle. Wie ich schon geschrieben habe, hat meine Epilepsie hinsichtlich meiner Einsamkeit wenig zu tun. Durch die Epilepsie fühle ich mich nicht eingeschränkt.

  • #5

    Claudia (Mittwoch, 27 Juli 2011 17:47)

    Alleine zu leben das kenn ich nun auch seid 5 Jahren.
    Bin vor 4 Jahren geschieden worden was aber nicht´s mit meiner Epilepsie zu tun hat, da diese erst 2008 ausbrach. Nein ehemaliger Mann hat mich mit meiner anderen Behinderung kennengelernt, die Schwerhörigkeit.

    Ich selber habe auch eigentlich nur Freunde gehabt, welche in anderen Orten wohnten, da ich entsprechende Schulen besuchen mußte.
    Habe so auch meine Berufsausbildung machen können und war bis 2009 in meinen Beruf.

    Habe in dieser Zeit auch einige Höhen und Tiefen erleben müssen Wie den Tod beider Elternteile das gehen und kommen der Freunde und eben auch meine Scheidung.Es fehlt eben jemand hier der einen mal in die Arme nimmt oder eben "verwöhnt" wie man es so sagt.
    Auch ist es nicht einfach mal alleine etwas zu unternehmen, wie zb , was Christiane schon erwähnte.

    Ich selber habe auch zu spüren zu bekommen das mir oft viele meiner Freunde von damals, heute keine Antwort mehr schreiben seid sie von meiner Epilepsie erfuhren.
    Und die meisten von denen sind Leute die sich früher bei mir ausgeweint hatten.

    Ich selber hoffe einfach , das die wenigen, welche ich noch als Freunde hier habe mir auch treu bleiben.
    Noch eins so zur Erwähnung. Vor 3 Jahren hatte ich einen Hund der eingeschläfert werden mußte. Es dauerte auch keine 4 Wochen und ich hatte einen neuen , worüber ich sehr froh bin, da ich wohl auch ohne ihn selten raus gehen würde. So habe ich halt doch etwas Kontakt zu der Außenwelt noch.
    LG Claudia

  • #6

    Dieter (Mittwoch, 27 Juli 2011 21:56)

    Whow, da hat Anja ein richtig aktuelles Thema angeschubst. Ich hatte keine so schlimme Einsamkeit zu überstehen, es war mehr physich und psychischer Art. Als ich vor 11 Jahren wegen meiner Epilepsie entlassen wurde , viel ich auch ins bodenlose. Zunächst verviel ich in Depressionen, ich hatte das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden. Ich schottete mich ab, ging nicht mehr zu meinen Freunden und in meiner Familie wurde es auch kritisch. Ich machte 3 Jahre nichts, hing den ganzen Tag herum und sinnierte vor mich hin. Dann machte ich im Epilepsiezentrum eine Medikamentenumstellung. Dort lernte ich auch , wie man mit Epilepsie im Leben zurechtkommen kann. Durch die Neuen Medikamente änderte sich meine Persönlichkeit. Ich wurde ruhiger, selbstsicherer und konnte mein Leben wieder einigermassen sortieren. Aber ohne die Hilfe meiner Familie, meiner Nachbarn und Freunden , hätte ich diesen Spagat wohl nicht geschafft. Jetzt leite ich schon 5 Jahre eine Epilepsie-SHG und bin dadurch ausgelastet und auch ausgeglichener geworden. Durch die Sebsthilfegruppe bekomme ich zusätzliche Energien und Freude am Leben. Es lohnt sich zu kämpfen.
    Anja sagt immer: WER KÄMPFT KANN VERLIEREN; WER NICHT KÄMPFT HAT SCHON VERLOREN. Das kann ich bestätigen und möchte hinzufügen: GEHT NICHT; GIBTS NICHT.
    Liebe Grüsse
    Dieter

  • #7

    Oliver (Donnerstag, 28 Juli 2011 16:32)

    Ich möchte mich hier auch mal zu Wort melden...
    Ich bin jetzt seit 5 Jahren single. Gelegentlich fühle ich mich schon mal einsam, aber alleine bin ich nie wirklich. Denn meine Familie gibt mir das Gefühl von Geborgenheit - ich habe immer jemanden mit dem ich auch sehr vertrauliche Dinge bereden kann. Oder ich mir einfach mal mein Herz ausschütten kann - auch wenn das oft nur übers Telefon geht. Glücklicherweise habe ich in den letzten Jahren auch gute Freunde gewonnen, die zu mir stehen. So habe ich neben meiner Familie auch noch ein zweites soziales Standbein. Das ist sehr wichtig finde ich denn gerade die Eltern, Onkels und Tanten leben ja (leider!) auch nicht ewig... Doch zugegebenermassen spielen soziale Netzwerke bei der Pflege von Kontakten bei mir eine wichtige Rolle. Aber dazu sind sie ja auch da... Auch einige Bekannte habe ich mit denen ich via Telefon Kontakt halte...
    Trotzdem ist das Gefühl von Einsamkeit ab und an da - gerade an den Wochenenden. Da merke ich ab und an dass nir "etwas" fehlt - eine Partnerin. Auch wenn ich das Alleineleben (aber nicht alleine sein) zu schätzen gelernt habe möchte ich schon mal wieder eine feste Beziehung haben. Ich hoffe ich finde irgendwann "die Richtige"...

    LG, Oliver

  • #8

    Dani (Montag, 08 August 2011 16:20)

    Ich fühle mich auch nicht einsam! Wenn dann wähle ich das Alleinsein, und wie Anja schon schreibt ist dieses umkehrbar! Für mich hat sich seit meiner Epi-Erkrankung nichts verändert! Meine Freunde sind da und mein Freund ist auch bei mir geblieben und das Studium gebe ich auch nicht auf!!!

  • #9

    anne henneboehl (Montag, 08 August 2011 18:59)

    hallo ihr!
    zum thema einsamkeit nur so viel von mir!
    ich bin zwar nicht so einsam am tag, weil ich arbeite.
    aber abends fühle ich mich einsam!

  • #10

    Christian (Samstag, 13 August 2011 14:34)

    Dieser Blog scheint für mich geschrieben. Ich habe einfach fokale Anfälle und lebe alleine. Keine Ahnung warum, aber meine Bekanntschaften werden immer weniger. Sitze blos noch vorm PC , um mich abzulenken. Obwohl ich 60% Stelle habe fühle ich mich abends sehr Einsam.
    Chris

  • #11

    P.K. (Samstag, 03 September 2011 11:50)

    Einsamkeit --- Allein sein --- ?
    Es kommt darauf an, wie man damit von Kindes Beine an aufgewachsen ist. Bei mir hat es sich so entwickelt, daß ich lediglich nur allein bin,aber nicht einsam bin. Wenn man es posetiv sieht, kann es in weitgehender Haltung von größten Nutzen sein.
    p.k.

  • #12

    Dieter (Montag, 12 September 2011)

    Natürlich kann alleine sein auch Ruhe und Kraft geben, Eremiten und Klosterbrüder/schwestern leben es ja vor. Aber das sind eher seltene Ausnahmen. Und dazu gehört viel innere Kraft und Disziplin. Ich meine, Diese Einsamkeit ist nicht gemeint. Diese Leute dürften auch nicht krank sein.
    Einsam durch Epilepsie, Ausgrenzung, das ist es was mir am Herzen lag.
    Liebe Grüße
    Dieter

  • #13

    sensiba (Dienstag, 10 April 2012 22:44)

    Einsamkeit ist etwas schreckliches!!! Und nein, es ist ganz sicher nicht immer gewollt und bewusst so gewollt...was würde ichd arum geben, dass mal jemand einfach nach meinem Befinden fragt, was ich mache, wie es mir geht oder wie Christiane so schön schreibt, der auf einen wartet, einen in den Arm nimmt....und dabei meine ich nicht unbedingt einen Partner. Mir fehlen Freunde und auch Familie. In meinem Leben gibt es nur mich, meine Katzen, meinen Job und meine Tochter....Jeder sagt, man du hast doch viel...ein Kind...toll...ja aber wenn man seit 10 Jahren allein erziehend ist und keiner sieht wie viel Kraft das jeden Tag kostet....man lächelt den Leuten ins Gesicht und keine sieht wie man jede Nacht einsam in sein Kopfkissen weint. Kein abend kann man sich mal unterhalten oder was unternehmen...denn man hat nur sich selbst.....Ich habe keine Epilepsie und so grausam sich das auch anhören mag....ich wäre lieber ein Epi und nicht einsam als so zu leben wie ich es tue....es ist leicht zu urteilen wie ich so etwas sagen kann und nein, man kann eine Situation nicht mal so einfach ändern....man kann nicht mehr machen, als versuchen auf andere zuzugehen und neue Kontakte zu knüpfen, aber nach so vielen Zurückweisungen und Enttäuschungen ist auch das verloren gegangen. In diesem Sinne, haltet Eure Lieben fest und seit dankbar wenn man Euch akzeptiert wie ihr seit ob mit oder ohne Krankheit....und Einsamkeit kann einen auch krank machen....

  • #14

    Dieter (Mittwoch, 11 April 2012 11:51)

    @Sensiba,
    ich gebe Dir Recht, Einsamkeit hat viele Facetten. Aber es gibt überall Wege wieder herauszukommen, wenns auch sehr schwierig ist.
    Hast Du schon einmal versucht ein Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende zu besuchen? Das wäre ein erster Schritt aus dem Schneckenhaus, dort sind auch Betroffene mit ähnlichen Problemen. Auch eine gute Familienberatung wäre eine Möglichkeit.
    Du mußt einen Schritt zu anderen Leuten wagen, denn Selbstmitleid und Rückzug ist ein sehr schlechter Weg. Das ist im Großen Ganzen alles was ich Dir raten kann, denn das Epilepsieproblem ist nun mal meine Erfahrungsquelle. Hier kann ich genaueres sagen und ins Detail gehen.
    Ich wünsche Dir positive Leute um Dich herum und Mut zu ganz neuen Schritten.
    Alles Gute
    Dieter