Aufklärung tut Not

Am jüngst zurück liegen den Tag der Epilepsie gab es bundesweit zahlreiche Veranstaltungen zum Thema und es ist gleichermaßen erschreckend (aufgrund der Notwendigkeit), wie erfreulich (bezüglich der wachsenden Offenheit), wie viele Menschen doch die Gelegenheit zur Information nutzten.

Von kleinen Veranstaltungen bis zu großen Aktionen ergriffen die Menschen die Gelegenheit zur Weiterbildung und zum Outing. Eine Entwicklung die jedes Jahr besser wird. Natürlich liegt die Besucherzahl überwiegend am Angebot der Veranstalter und deren Werbung, jedoch wagten sich noch vor wenigen Jahren sehr viel weniger Besucher zu öffentlichen Veranstaltungen und auch das Interesse Nicht Betroffener war geringer.

Das liegt unter anderem an der immer besser werdenden Aufklärung der Menschen aber auch an der immer mehr bekämpften Tabuisierung von Epilepsie. Wenn ich die Aktion heraus picke an der ich am Tag der Epilepsie teil genommen habe, wird deutlich, dass auch große Zeitungen wie Bild.de oder große Tagesblätter auf solche Veranstaltungen umfassend hinweisen. Obwohl der Tag der Epilepsie viele Gelegenheiten bot, sich auf Veranstaltungen zum Thema zu informieren, wurde die Aktion „Hörertelefon“ so stark genutzt, dass im Sekundentakt die Anrufe eingingen. Ein gutes Beispiel für den Bedarf an Aufklärung. Genauso beeindruckte mich, das nicht nur Betroffene anriefen, sondern auch Mitmenschen, die bereits Zeuge eines Anfalls waren oder Musiker, die wissen wollten wie ihre Lichtanlage auf Epilepsiekranke wirken kann. Ein Zeichen dafür, dass die Offenheit und Akzeptanz gegenüber Epilepsiepatienten wächst...

Indirekt negativ zu bemerken war die häufige Skepsis der Patienten gegenüber ihrer Ärzte. Diesbezüglich kamen sehr viel mehr Fragen als ich erwartet hätte. Da fragt man sich unweigerlich woran das liegen mag. Liegt es an der mangelnden Erklärungsbereitschaft der Ärzte oder schlicht am Zeitmangel, dem die Ärzte viel zu oft ausgesetzt sind. Die Folge sind unbeantwortete Fragen und Unsicherheiten auf Seiten der Patienten. Hier wäre die Politik aufgefordert den Ärzten zeitliche Erleichterung zu verschaffen, die sie für ihre Patienten nutzen könnten.

Wie in vielen Lebenslagen wäre hier aber auch die Eigeninitiative der Betroffenen nützlich. Informationen in Selbsthilfegruppen, im Internet und in Büchern könnten viele Unsicherheiten nehmen und mehr Verständnis schaffen. Um meinen eigenen Beitrag hierzu zu leisten, werde ich weiterhin wöchentlich einen kleinen Denkanstoß in meinem Epilepsieblog geben. Obwohl der Blog über tausend Zugriffe pro Monat hat, wagen sich nur ganz wenige mit zu diskutieren. Hier wäre ein nächster Schritt die aktive Teilnahme an Blogunterhaltungen. Sie sind anonym und könnten zu einer weiteren Aufklärung beitragen.

Jede Stimme ist wichtig um die Tabuisierung der Epilepsie zu durchbrechen, ich freue mich auf Ihre!!!

 

Eine mutige Zeit wünscht Ihnen Ihre

 

Anja Daniel-Zeipelt

 

Zu einigen Fragen der Telefonaktion gelangen Sie hier

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Kommentare: 4
  • #1

    Dieter (Freitag, 07 Oktober 2011 14:55)

    Hallo Anja,
    ich hoffe doch sehr, dass wir zwei hier nicht alleine die Diskussion betreiben ;-) . Ich sagte schon wo anders: Hier zu diskutieren und sich die Sorgen u. Nöte von der Seele zu schreiben, gibt es äußerst selten. Es kann sogar zur Therapie werden. Man kann hier auch unter seinem Nicknamen schreiben.
    Aber zum Thema: Sorgen-Ärzte- oder Notfall-Telefon ist eine tolle Sache. Aber bei diesen Telefonaten ist man anonym, ob die Leute anschließend etwas davon erzählen ist die andere Seite. Am 5.10. dem Tag der Epilepsie gabs ja jede Menge Infotage, da kamen auch viele Leute. Aber meistens sind es eben solche die man schon kennt. Dabei wären solche Veranstaltungen für unsichere, ängstliche und bisher anonyme, die ideale Plattform Neues zu erfahren. Deine Telefonaktion mit dem Arzt ist bestimmt eine super Sache, gratuliere Dir Anja .

  • #2

    Pina (Freitag, 14 Oktober 2011 05:37)

    Ich finde es auch wichtig, dass man eine Möglichkeit hat über etwas zu sprechen, was man vielleicht normalerweise nicht mit anderen Teilen will. Das sollte man auf jeden Fall nutzen, denn das hilft jedem einen Schritt weiter.

  • #3

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