Julius Cäsar, Jeanne Dàrc, Napoleon, Da Vinci, Michelangelo, Beethoven, Alfred Nobel, Pythagoras und viele mehr...

...hatten etwas gemeinsam.....

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Leonardi da Vinci war ein vielschichtiges Genie. 1452 geboren, erfand er schon damals eine Flugmaschine und ein Automobil. Er war ein Wegweiser in der Wissenschaft, als Erfinder und als Maler.

 

Sie alle hatten Epilepsie!!!

 

Wie man deutlich sieht, hatten auch Genies und andere bedeutende Menschen Epilepsie. Auch wenn ich nicht zu den Genies gehöre, vermuten manche Leute bei Menschen mit Epilepsie sogar ein überdurchschnittliches Denkvermögen und erhöhte Kreativität. Das würde mir jedenfalls gefallen...

 

Die aufgezählten Berühmtheiten bilden nur einen kleinen Teil der von Epilepsie betroffenen Weltveränderer.

Um noch mehr ins Staunen zu geraten klicken Sie hier...

 

    Erfolgsgeschichten aus heutiger Zeit finden Sie hier

 

Unsinniger und veralteter Irrglauben

  Oben genannte Aufzählung kennen nur die wenigsten Mitmenschen. Dabei könnte dieses Wissen ein gutes Stück zur Enttabuisierung der Epilepsie beitragen. Das Schlimmste was heutzutage die Epilepsie betrifft, ist die Unwissenheit und Sensationshäscherei. Sieht man in den Medien etwas von Epilepsie, kann man sicher sein das nur eine einzige Anfallsart gezeigt wird, nämlich die, die am spektakulärsten für die Außenstehenden aussieht. Hört man von Laien über Epilepsie kann man meist davon ausgehen dass sie furchtbare Angst davor haben einmal Zeuge eines Anfalls zu sein. Manche meiden sogar Epilepsiekranke oder halten sie für dumm.

Dabei findet man nicht nur in früheren Zeiten außergewöhnlich viele Genies mit Epilepsie, sondern auch heute gibt es noch genug Akademiker oder erfolgreiche Sportler unter ihnen.

Schade, dass so wenige den Mut finden sich zu outen, denn das könnte mit den  erfundenen Vorurteilen endgültig aufräumen!   

 

Von der heiligen Krankheit bis zu Dämonenbesessenheit. Epilepsie bekam schon viele phantastische Ursachen zugesprochen.

DIE Epilepsie gibt es nicht. Epilepsie hat so viele Erscheinungsformen, dass sogar viele Ärzte sich mit der Diagnose schwer tun. Von den unauffälligen Absencen, die manchen Schulkindern das Prädikat "Träumerle" einbringt, über fokale Anfälle, wo der Betroffene u.U. nur ein Zittern in Arm oder Bein hat oder etwas Seltsames riecht, irrationales Verhalten gegen das man sich nicht wehren kann, bis hin zu den großen Anfällen mit Zittern des ganzen Körpers und Bewusstseinsverlust.

 

Obwohl es um die 30 verschiedene Anfallsarten gibt, die ein Laie wahrscheinlich keiner Epilepsie zuordnen würde, ist der Letztgenannte wohl der Bekannteste und für die Gesellschaft der Inbegriff für einen epileptischen Anfall.

Dabei ist der so genannte "Grand mal" bei weitem nicht die häufisgte Anfallsart, jedoch die am häufigst beschriebene, was für Patienten mit anderen Anfallsarten wenig hilfreich ist.

 

Wünschenswert wäre eine vernünftige Aufklärung der Betroffenen Selbst, als auch deren Angehöriger und Freunde, sowie der Öffentlichkeit.

Die Angst die mit dem Begriff Epilepsie einher geht ist in den meisten Fällen völlig unbegründet und wird durch Unwissenheit und Vorurteile, auch durch die Betroffenen Selbst geschürt.

Wer mein erstes Buch gelesen hat, weiß dass es mir Anfangs ähnlich erging. Ich Selbst wusste nichts über Epilepsie, verließ mich auf Pauschalaussagen von Ärzten und Laien und schränkte mein Leben in verhältnismäßig viel zu vielen Bereichen  ein.

 

Irgendwann entdeckte ich dann den großen Trias Ratgeber Epilepsie und kaufte ihn mir. Durch dieses Buch verstand ich erst was mit mir passiert - und - das es halb so schlimm ist als ich dachte! Seither greife ich immer wieder zu dem Buch und ich nenne es liebevoll meine "Epi-Bibel", denn es hat mir schon oft weiter geholfen.

Als ich dann, durch mein erstes Buch, zur Epilepsiebotschafterin wurde, lernte ich echte Koryphäen auf dem Gebiet der Epilepsie kennen, die mich aufklärten und viele Vorgaben meiner ersten Ärzte korrigierten. Durch die Epilepsie Events, auf denen ich mit erfahrenen und verschiedensten Epilepsie Ärzten referierte, bekam ich immer tiefere Einblicke in die Komplexilität dieser Krankheit. Dem gegenüber konnte ich aber auch viele Erfahrungen von Patienten mit nehmen und es erschreckt mich immer wieder wie oberflächlich und desinteressiert manche Menschen in ein soziales Korsett gezwängt werden, das nach heutigen Erkenntnissen so nicht mehr nötig wäre.

Deswegen: Aufklärung ist dringend notwendig, denn sonst könnte der Welt so manches Genie durch die Lappen gehen ;-)

 

Epilepsie - eine (un-) heimliche Krankheit

von Dr. med. Hansjörg Schneble

 

 

Dr. Schneble hat diese Präsentation für einen Vortrag bei der SH Reutlingen erstellt. Die meisten der Bilder stammen aus dem Epilepsiemuseum Kehl Kork www.epilepsiemuseum.de.

Epilepsie, eine (un-) heimliche Krankheit
Power Point Präsentation von Dr. Schnebl
Adobe Acrobat Dokument 4.0 MB

Um eigene Berichte über Epilepsie zu lesen, stöbern sie doch einfach mal hier

Ein Helfer für die Epilepsiebehandlung

...ist ein Anfallskalender. Hier mein ausführliches Exemplar, für Sie - zum Download.

Natürlich kännen Sie den Kalender nach Ihren Vorgaben anpassen. Voraussetzung ist ein Excel Programm oder eines was Excel Tabellen bearbeiten kann.

 

 

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