Über mich

Anja Zeipelt
Foto: Fotostudio Susanne Troll, Köln

 


Geboren bin ich als Anja Daniel, am 30.04.1969 in Wetzlar im schönen Mittelhessen.
Ich wuchs in meinem heiß geliebten Biskirchen auf und zog mit 18 Jahren ins Lemptal zu meinem heutigen Mann Martin Zeipelt.
Nach 5 Jahren konnte mich nichts mehr halten, ich musste einfach zurück in meinen Heimatort.
So packte ich Mann, Kinder und Koffer und wir zogen zurück ins schöne Biskirchen.

 

Zurück in der Heimat wurde ich dann sehr aktiv. Ich eröffnete ein Bastel-
und Geschenkestübchen, war aktive Feuerwehrfrau, erweckte den
Spielmannszug zu neuem Leben und begann, das Männerballett
zu trainieren. Nebenbei erzog ich meine Kinder und nahm aktiv am
Gesellschaftsleben teil.
Einige Jahre arbeitete ich parallel im Einzelhandel, schloss dann aber mein Bastelstübchen. Der Aufwand war einfach nicht mehr haltbar. Im Einzelhandel arbeitete ich aber weiter. Ich beriet die Kunden bei Fensterdekorationen und machte alle dazu gehörenden Arbeiten. Weitere 5 Jahre später wurde ich Abteilungsleiterin im Nachbargeschäft. Alles lief wunderbar, doch dann bekam meine Familie einen Schicksalsschlag, den ich hier, aus Rücksicht auf die
Betroffenen, nicht weiter erläutern möchte.
Die Familie kämpfte und litt gleichermaßen, doch gemeinsam machte uns diese Krise stärker und wir lernten schnell unsere wahren Freunde kennen.

 

 

Bild der Frau Nr. 23/29.5.09; Text: Annette Bopp, Hamburg (www.annettebopp.de), Foto: R. Rosicka
Bild der Frau Nr. 23/29.5.09; Text: Annette Bopp, Hamburg (www.annettebopp.de), Foto: R. Rosicka

Kurz nachdem unser Leben sich wieder normalisiert hatte, stürzte ich auf meinen Inline Skates und erlitt einen feinen Riss im Schädel.
Nun gingen die Prüfungen für die Familie weiter. Ich bekam durch diesen Sturz Epilepsie, verlor meine Arbeitsstelle und durfte, unter anderen Einschränkungen, kein Auto mehr fahren. Die Kinder litten sehr unter diesem neuen Schlag, wuchsen aber am Ende noch stärker zusammen.
Wieder halfen uns unsere Freunde und bewiesen bedingungslose Unterstützung und Zusammenhalt.
Aus der Not heraus entwickelte ich unbändigen Sarkasmus, Humor und Selbstironie und schrieb ein freches und ehrliches Buch über mein erstes Jahr mit der Epilepsie und den damit verbundenen, alltäglichen, Nebenwirkungen.
Meine Art, mit dem Thema umzugehen, half mir und meinem Umfeld enorm und scheinbar auch anderen Menschen, die mein Buch gelesen hatten.
Es war eben die andere Seite der Medaille und zeigt, dass man auch in
schweren Zeiten mit Humor alles besser meistern kann. Wenn man will!!!

 

Zwischendurch kauften wir ein uraltes Haus, entkernten es und bauten es wieder neu auf, um dort eine kleine Kunstgalerie zu eröffnen. Mein persönliches Highlight aber war der Garten. Dort hob ich höchstpersönlich mit einem Bagger die Erde aus, holte alte Wurzeln, pflanzte neue Bäume und richtete einen Teich mit heimischen Fischen ein. Kurz wir schufen einen original Biskirchener Waldgarten.

überraschende Wende
überraschende Wende

Ich malte und verkaufte bis vor Kurzem Bilder und Kunstarbeiten, während ich weiter an neuen Manuskripten schreibe. Durch mein erstes Buch ist ein Arzneimittel Hersteller auf mich aufmerksam geworden, der mich zu seinem Epilepsiebotschafterprogramm einlud.
Seitdem reise ich in dieser Funktion durch die Lande und versuche Menschen mit Epilepsie zu motivieren und der Öffentlichkeit klar zu machen, dass Epilepsie eine ganz normale Erkrankung ist, die jeder Mensch bekommen kann.
Mein zweites Buch erschien 2009 und ich wagte mich auf das Gebiet der Satire/Comedy.

Mein drittes Buch, das ich zusammen mit dem Epileptologe Dr. G. Krämer geschrieben habe, ist im Dez. 2010 erschienen und sehr erfolgreich. Nun arbeiten wir am zweiten Teil.

Seit 2012 biete ich u.a. Kurse rund um den Computer an. Am liebsten tue ich das mit Senioren und kranken Menschen, da mir die Begeisterungsfähigkeit dieser Menschen unheimlich viel Freude macht.

 

Bild der Frau Nr. 23/29.5.09; Text: Annette Bopp, Hamburg (www.annettebopp.de), Foto: R. Rosicka
Bild der Frau Nr. 23/29.5.09; Text: Annette Bopp, Hamburg (www.annettebopp.de), Foto: R. Rosicka

 Ansonsten trainiere ich seit 21 Jahren das Biskirchener Männerballett - meine Rüsselelfen und kämpfe für den Erhalt unserer Heilquelle im Ort.

Und natürlich treffe ich mich mit Freunden - am liebsten mit meinen drei besten Freundinnen und genieße die Zeit mit meinen mittlerweile erwachsenen Kindern, unserem Hund und natürlich mit meinem Mann.